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Helmut-Käutner-Preis

Der Helmut-Käutner-Preis ist zurzeit mit 10.000 Euro dotiert und gilt als einer der wichtigsten deutschen Filmpreise.

Die Auszeichnung wurde vom damaligen Leiter des Filmforums und Begründer des Filmmuseums Düsseldorf, Klaus G. Jaeger, zur Erinnerung an den in Düsseldorf geborenen Regisseur Helmut Käutner, 1982 ins Leben gerufen. Käutner war ein vielseitig talentierter Künstler und im hohen Maße am Wiederaufbau der deutschen Filmlandschaft der Nachkriegszeit beteiligt. Weiterhin gelten Käutners Engagement und geistige Unabhängigkeit in einer Zeit der Unterdrückung als beispielhaft.

Als einige seiner bedeutendsten Filme können Des Teufels General (1954/55), Himmel ohne Sterne (1955) oder Der Hauptmann von Köpenick (1956) genannt werden.

Aufgrund der Entscheidung eines Preisgerichts, bestehend aus Filmwissenschaftler*innen, Kritiker*innen, Regisseur*innen, Produzent*innen, dem Direktor des Filmmuseums, dem Leiter der Filmstiftung und Vertretern der Kulturpolitik, wird der Preis vom Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf - zeitnah zu Käutners Geburtstag am 25. März - alle zwei Jahre verliehen an

„Persönlichkeiten, die durch ihr Schaffen die Entwicklung der deutschen Filmkultur nachdrücklich unterstützen und beeinflussen, ihr Verständnis gefördert und zu ihrer Anerkennung beigetragen haben, ein Preis zur Förderung der Filmkultur”. (aus der Satzung)

Monika Treut wurde mit dem Helmut-Käutner-Preis 2025 der Landeshauptstadt Düsseldorf ausgezeichnet. Dies hat die Jury des Preises am Samstag, 30. November, in einer vom Filmmuseum Düsseldorf durchgeführten Sitzung, entschieden. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wurde zum 18. Mal vergeben. Die feierliche Verleihung des Helmut-Käutner-Preises fand am 13. Juni 2025 statt.

Monika Treut: "Ich bedanke mich sehr herzlich für die Auszeichnung mit dem Helmut-Käutner-Preis und bin gleichzeitig überrascht, als Außenseiterin des deutschen Kinos diese Anerkennung zu bekommen. Mit Helmut Käutner verbindet mich die Unabhängigkeit vom herrschenden Zeitgeist und mein Engagement für Aufklärung und das Konzept Freiheit.“

In der Begründung der Jury heißt es: "Mit großer Freude vergeben wir den Helmut-Käutner-Preis an Monika Treut für ihr kontinuierliches Engagement als unabhängige Künstlerin, die den deutschen Film im dokumentarischen und fiktionalen Bereich seit vier Jahrzehnten weiterentwickelt. Sie gilt als Pionierin eines feministischen, queeren Kinos. Dabei denkt Monika Treut ihre Themen stetig weiter, engagiert sich für soziale und politische Belange und erlangte so weltweit Anerkennung. Von Beginn an richtete sie ihren Blick auch auf internationale Phänomene und drehte u.a. in den USA und Taiwan. Ihre Filme über sexuelle Identitätspolitik erweisen sich gerade rückblickend als zukunftsweisend und erstaunlich aktuell.“

Chronik der Helmut-Käutner-Preisträger*innen:

2022

Michael Verhoeven, Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und Schauspieler

2019
Caroline Link, Regisseurin und Drehbuchautorin

2017
Margarethe von Trotta, Regisseurin, Drehbuchautorin und Schauspielerin

2015
Ulrich Tukur, Schauspieler

2013
Christian Petzold, Regisseur

2010
Christoph Schlingensief, Film-, Theater,- Opern- und Fernsehregisseur, Aktionskünstler

2007
Dieter Kosslick, Leiter der Internationalen Filmfestspiele Berlin

2004
Wim Wenders, Regisseur

2001
Hannelore Hoger, Schauspielerin

1999
Rudolf Arnheim, Kultur- und Medienkritiker

1995
Hanns Eckelkamp, Filmproduzent und Verleiher Enno Patalas, Filmkritiker und -kurator Wolf Donner, Filmpublizist

1993
Hildegard Knef, Schauspielerin und Autorin

1990
Wolfgang Kohlhaase, Drehbuchautor und Schriftsteller

1988
Ulrich Gregor, Co-Direktor der Internationalen Filmfestspiele Berlin
Hilmar Hoffmann, Gründer der westdeutschen Kurzfilmtage, Oberhausen Kulturdezernent der Stadt Frankfurt, Präsident der Goethe-Institute

1986
Bernhard Wicki, Film- und Fernsehregisseur, Schauspieler

1984
Wolfgang Staudte, Film- und Fernsehregisseur

1982
Lotte Eisner, Filmhistorikerin und -publizistin

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