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MUTTER KRAUSENS FAHRT INS GLÜCK
MUTTER KRAUSENS FAHRT INS GLÜCK

Stummfilm + Musik

Sa 26.9. 20:00

MUTTER KRAUSENS FAHRT INS GLÜCK

D 1929 · 105 min · dt. Zwischentitel · digitalDCP · FSK 0

R: Phil Jutzi · B: Jan Fethke, Willy Döll · K: Phil Jutzi · D: Alexandra Schmitt, Holmes Zimmermann, Ilse Trautschold, Gerhard Bienert, Vera Sacharowa u. a.

Berlin, 1929. Mutter Krause lebt mit ihren Kindern, einem kriminellen Schlafburschen und seiner Freundin, die als Sexarbeiterin tätig ist, auf engstem Raum im Arbeiterviertel Wedding. Als ihr Sohn Paul Geld aus der Zeitungskasse stiehlt und sich in kriminelle Machenschaften verstrickt, bricht das fragile Gleichgewicht der kleinen Hausgemeinschaft zusammen. Mutter Krause sieht keinen Ausweg mehr.

MUTTER KRAUSENS FAHRT INS GLÜCK ist ein Schlüsselwerk des proletarischen Films und ein Pionierwerk des sozialrealistischen Films überhaupt. Phil Jutzi findet als Erster eine Filmsprache, die den dokumentarischen Blick und fiktives Erzählen miteinander verschmilzt, fachkundig begleitet von Käthe Kollwitz und inspiriert vom sozialkritischen Werk Heinrich Zilles. Der Film schildert das Berliner Arbeiterelend ohne Beschönigung und hofft zugleich auf die Energie einer jüngeren Generation, die sich politisch organisiert und Wandel herbeiführt. Die Nationalsozialisten verboten den Film sofort nach ihrer Machtergreifung; beinahe wäre er für immer verloren gegangen.

Dominik Gerhard (Essen) begleitet an der historischen Welte-Kinoorgel.

In Kooperation mit dem 21. IDO-Festival, dem Internationalen Düsseldorfer Orgelfestival und dem Stummfilm-Magazin · www.stummfilm-magazin.de

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