Das Filmmuseum Düsseldorf, gegründet 1993 und zentral in der Altstadt gelegen, bietet einen spannenden Einblick in die Filmgeschichte – von den Anfängen bis zur Gegenwart. Die 2.200 qm große Dauerausstellung zeigt seltene Geräte, Requisiten, Kostüme sowie Einblicke in Filmproduktion und -wirkung. Ergänzt wird das Museum durch das hauseigene Kino Black Box mit täglichen Vorführungen, darunter Stummfilme mit historischer Kinoorgel.
Geschichte des Hauses
Das Filmmuseum Düsseldorf befindet sich in der Altstadt, direkt am Alten Hafen. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1993 vermittelt es Besucher*innen die Geschichte und Gegenwart des deutschen und internationalen Films. Die Wurzeln des Museums reichen bis in die 1950er-Jahre zurück: Bereits 1956 richtete die Stadt eine Jugend- und Kulturbühne für wöchentliche Schulfilmveranstaltungen ein und übernahm die Nitrofilmsammlung des Kinobetreibers Fritz Genandt. Diese Sammlung gehört heute zu den Beständen des Filmarchivs.
In den 1970er-Jahren entwickelte sich im Rahmen der Bewegung der Kommunalen Kinos das „Filmforum“, ein Filmseminar der Volkshochschule unter der Leitung von Klaus G. Jaeger. Dort fanden erste Filmvorführungen statt, oft begleitet von Diskussionen mit Filmschaffenden der Neuen Deutschen Welle. Der Erfolg des Filmforums führte 1979 zur Gründung des Filminstituts der Landeshauptstadt Düsseldorf. Dessen Aufgaben waren das Sammeln und Bewahren von Filmen und filmbegleitendem Material, die Präsentation durch Ausstellungen und Vorführungen, die Durchführung von Workshops und Seminaren zur Filmvermittlung sowie die Unterstützung lokaler Filmschaffender.
1983 zog das Filminstitut in das Wilhelm-Marx-Haus an der Kasernenstraße. Dort entstand mit der „Black Box“ ein festes Programmkino. Klaus G. Jaeger verfolgte weiter die Vision eines eigenen Museums und konnte schließlich Mitstreiter für das Projekt gewinnen, darunter den Kunst-, Theater- und Filmwissenschaftler Hartmut W. Redottée. Im Rahmen der Neugestaltung des Bereichs Dammstraße in der Altstadt wurde am 15. September 1989 der Grundstein für das Filmmuseum gelegt, das am 21. August 1993 eröffnet wurde.
Die ursprüngliche und teilweise bis heute immer noch tragende Konzeption der Dauerausstellung wurde vom ersten Kurator Hartmut W. Redottée und der Ausstellungsmacherin Heidi Draheim geschaffen. Der Museumsbau an der Schulstraße 4 beherbergt seither neben der Dauerausstellung zur Filmgeschichte wechselnde Sonderausstellungen sowie die Black Box mit 135 Plätzen, ausgestattet mit einer historischen Welte-Kinoorgel von 1928.
Im Jahr 2000 wurden die Sammlungen aus dem alten Standort vollständig in das neue Gebäude überführt. Bis 2005 dienten die Räume an der Kasernenstraße noch als Depot, inzwischen werden die Filmkopien in einem speziell klimatisierten Außenlager aufbewahrt. Trotz der erfolgreichen Entwicklung des Museums war Anfang der 2000er-Jahre aufgrund finanzieller Engpässe zeitweise eine Schließung oder Zusammenlegung mit dem Theatermuseum im Gespräch. Diese Pläne konnten durch öffentlichen Protest verhindert werden.
Heute ist das Filmmuseum Düsseldorf ein überregional bedeutender Ort der Filmkultur. Die Black Box zeigt ein anspruchsvolles filmhistorisches Programm, thematische Filmreihen und besondere Werke. Am 14. September 2013 feierte das Museum gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern sein 20-jähriges Bestehen mit einem umfangreichen Jubiläumsprogramm: multimediale Rückblicke auf die Museumsgeschichte, Kurzfilmprogramme, Buchstände, Kreativecken für Kinder, Crashkurse zu Drehbuch, Kamera und Licht sowie Filmplakat-Auktionen machten das Jubiläum zu einem Fest der Filmkultur für alle Generationen.